Derbysieg im Geisterspiel

Mit einem hart erarbeiteten 85:76-Sieg gegen die Zweitvertretung der Bayer Giants Leverkusen bleiben die Kellerkinder auch nach dem dritten Spieltag ungeschlagen. In einem über weite Strecken offenen Match, behielten die Deutzer am Ende die Nerven und eröffneten den Doppelspieltag somit mit einem Sieg.

Die Anfangsphase war genauso ausgeglichen, wie es das weitere Spiel sein sollte. Leverkusen eröffnete die Partie mit zwei schnellen Punkten. Diese blieben jedoch nicht lange unbeantwortet: Ben Uzoma tankte sich direkt im Gegenangriff in der Zone zum Korb durch und glich aus. Wenig später legte er per Layup nach schönem Bodenpass von Joe Koschade zur ersten Deutzer Führung nach. Für die nächste Deutzer Führung sorgte Flo Schulz nach präzisem Pass von Philipp Pfeifer (9:7). Zur Viertelmitte übernahmen die Deutzer ein wenig das Kommando. Zunächst setzte sich Chris Fröhlingsdorf kraftvoll per Postup durch, anschließend fand Anton Geretzki Flo Schulz für den offenen Dreier. Bis zur Viertelsirene konnte sich der DTV so auf 19:11 absetzen.

Das Spiel Deutzer TV gegen Bayer Giants Leverkusen II im Re-Live erleben.

Deutlich zäher verlief das zweite Viertel. Beide Teams egalisierten sich durch ihre jeweils sehr unterschiedlichen Defensivansätze und konnten nur sporadisch Fehler ausnutzen. Immerhin der Auftakt in das Viertel verlief flüssig. Nach einem Layup von Anton Geretzki, der prima von Joe Koschade in Szene gesetzt wurde, führten die Deutzer erstmals zweistellig. Dieser Abstand blieb nach Layups von Chris Fröhlingsdorf und Ben Uzoma bestehen (25:15). Einige Minuten, die durch Foulpfiffe und Unkonzentriertheiten auf beiden Seiten geprägt waren, nutzte Leverkusen um auf 27:24 zu verkürzen. Die Schlussphase bis zur Halbzeit gehörte wiederum den Kellerkindern. Neben diversen Freiwürfen konnten Anton Geretzki und Patrick Reusch durch Transition-Punkte zur 34:27-Halbzeitführung beitragen.

Veteran Florian Schulz (15 Pkt) konnte wie schon in Herford zweistellig punkten.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Flo Schulz zwar schnell auf 37:27, doch die Leverkusener konnten im dritten Viertel dem Spiel mehr und mehr ihren Stempel aufdrücken. Schnell hatten sie sich wieder auf 37:35 herangepirscht, ehe Lukas Wandel, Ben Uzoma und Flo Schulz wieder für etwas Abstand und eine schnelle Leverkusener Auszeit sorgen konnten (43:35). Die Gäste zeigten sich in diesem Viertel besonders von der Dreierlinie treffsicher und übernahmen gegen Ende des Spielabschnitts plötzlich die Führung (47:49). In dieser Phase verletzte sich der Leverkusener Center Marcel Sagemüller beim Kampf um den Rebound am Auge – an dieser Stelle gute Besserung! Deutz ließ sich von dem kurzzeitigen Rückstand nicht beirren, fand durch einen Dreier von Anton Geretzki und ein Finish von Chris Fröhlingsdorf toughe Antworten und übernahm pünktlich zur letzten Viertelpause wieder die Führung (52:51).

In der Zone nicht zu stoppen: Christian Fröhlingsdorf (15 Pkt, 7 Rebs).

Die ersten Momente des Schlussabschnitts gehörten Chris Fröhlingsdorf, der von seinen Kontrahenten am Brett nicht zu stoppen war. Als dann auch noch Patrick Reusch fünf schnelle Punkte erzielte, führte der DTV erstmals seit längerer Zeit wieder mit sechs Zählern (63:57). Zwar robbte sich Leverkusen bis auf einen Zähler heran, doch besonders Patrick Reusch hatte jetzt seinen Rhythmus gefunden und forcierte erneut mit fünf schnellen Punkten in Folge die Auszeit der Giants knapp fünf Minuten vor dem Ende (70:62). Anschließend war es vor allem die Treffsicherheit von Philipp Pfeifer an der Freiwurflinie, die dafür sorgte, dass dieser Unterschied in etwa konstant blieb. In der Crunchtime traf Flo Schulz einen wichtigen Wurf aus der Mitteldistanz, ehe Anton Geretzki nach cleverem Zuspiel von Patrick Reusch mit einem Dagger-Dreier aus der Ecke für die Entscheidung verantwortlich war.

Co-Kapitän Philipp Pfeifer erzielte 9 Punkte und holte 6 Rebounds.

Somit können sich die Kellerkinder über einen hart erstrittenen 85:76-Heimsieg im Geisterspiel freuen. Wie vor dem Spiel erwartet, erwiesen sich die Leverkusener als unangenehmer Gegner, der den Kellerkindern einige Baustellen im eigenen Spiel offenlegte, wie auch Nils Müller feststellte:

„Wir haben uns teilweise sehr schwer mit dem konstanten defensiven Druck der Leverkusener getan. Trotzdem haben wir im Laufe des Spiels Lösungen gefunden und vor allem in den letzten 5 Minuten sehr gute Würfe kreiert. Jetzt müssen wir in der Lage sein, den Blick direkt auf Sonntag zu richten.“

Geisterspiel: Die Partie musste aus aktuellem Anlass vor leeren Rängen stattfinden.

Endergebnis: 85:76 (19:11; 15:16; 18:24; 33:25)

Die Kellerkinder:
Patrick Reusch (17/2 Dreier), Anton Geretzki (14/2, 6 Rebounds), Joe Koschade (2, 4 Assists), Lukas Wandel (2), Yannick Ossey, Julian Litera, Flo Schulz (15/1, 4 Steals), Philipp Pfeifer (9, 6 Rebounds), Chris Fröhlingsdorf (15, 7 Rebounds), Ben Uzoma (11, 6 Rebounds), Timo Steffens.

Center Ben Uzoma (11 Pkt, 6 Rebs) im Zweikampf mit Leverkusens Sagemüller.

Nach diesem hart erkämpften 85:76-Sieg bleibt jedoch nicht lange Zeit, sich über den dritten Saisonsieg zu freuen. Gleich am Sonntag wartet mit Ibbenbüren der nächste harte Prüfstein auf die Kellerkinder. Die bringiton Ballers sind einer der Aufstiegskandidaten in der Liga. Das nächste Heimspiel findet am kommenden Samstag  (17.10.) um 18:30 Uhr im Reitweg gegen Wulfen statt. Ob es vor Zuschauern ausgetragen oder zumindest per Livestream übertragen werden kann, wird frühestmöglich über die üblichen Wege kommuniziert. An dieser Stelle bedanken sich die Kellerkinder bei Sören Pröpper, der kurzfristig die Übertragung dieses Spiels auf die Beine gestellt hat.

1,2,3…Kellerkinder!

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