Gemischte Gefühle nach ersten Tests

Nach gut vier Wochen der Vorbereitung unter Trainer Mario Kyriasoglou galt es die taktischen Umstellungen sowie die Neuheiten im Spiel der Kellerkinder erstmals außerhalb des Trainingsbetriebs zu testen. Gegen die Zweitvertretung von Bayer Leverkusen musste der Regionalliga-Meister urlaubsbedingt allerdings auf zahlreiche Stammspieler verzichten und lediglich mit sieben Mann, darunter auch ein Gastspieler, gegen ein hochmotiviertes Leverkusener Nachwuchsteam antreten. Die Intensität und das Tempo in der Partie, die 60:77 endete, waren hoch und sowohl die anwesenden Spieler als auch der Trainer konnten einige Erkenntnisse aus dem ersten Test der Saison ziehen. Trainer Mario Kyriasoglou kommentiert die Partie wie folgt:

„Mit nur sieben Spielern und einem Gastspieler konnten wir gegen die physisch starken Leverkusener nicht erwarten zu dominieren. Wir sind früh einem Rückstand hinterhergelaufen, haben dann Anfang des letzten Viertels ausgeglichen, bevor die Körperlichkeit und größere Tiefe der Leverkusener sich dann durchgesetzt hat. In den letzten fünf Minuten war unser Akku dann leer. Außerdem hat sich gezeigt, dass wir vor dem Spiel vier Einheiten in Folge keine Halle zur Verfügung hatten. Insbesondere bei den Set Plays hatten wir dadurch noch Probleme. Das Ergebnis geht in Ordnung, das Spiel hat uns sehr gut aufgezeigt, woran wir arbeiten müssen.“

In der Nachbereitung der Partie wurde an einigen Stellschrauben gedreht und auf zahlreiche Feinheiten eingegangen. Zudem meldeten sich immer mehr Spieler aus ihren Urlauben zurück, sodass auch regelmäßig zu zehnt trainiert werden konnte. Eine Woche nach dem Test in Leverkusen trafen die Kellerkinder dann auf einen stetigen Mitfavoriten um den Titel in der 1. Regionalliga, die BG Hagen. Im ersten Viertel tat sich die Deutzer Mannschaft, die ohne Center Micha Demberg und Flügel Florian Schulz auflief, zunächst schwer. Hagen traf vor allem in der ersten Halbzeit nach Belieben und verwandelten in der ersten 20 Spielminuten zwölf von 18 Dreipunktwürfen. Da half auch die Warnung von Trainer Kyriasoglou in der Pregame-Ansprache nichts, in der er ausdrücklich darauf hinwies, dass nahezu alle Spieler im Hagener Aufgebot den Ball von jenseits der 6,75 m durch die Reuse schicken können. Das erste Viertel verloren die Kellerkinder deutlich, danach allerdings kämpfte sich die Mannschaft in die Partie hinein und spielte vor allem in der zweiten Hälfte mit mehr Mut, Geschick und Struktur. Die Partie endete 77:99, gab dem Team aber gut einem Monat vor dem ersten Saisonspiel Selbstvertrauen mit auf den Weg. Und auch Trainer Kyriasoglou zeigte sich nach der aufschlussreichen Partie zufrieden:

„Im ersten Viertel haben wir uns mit den werfenden Big Men der Hagener sehr schwer getan. Nach dem ersten Viertel waren wir dann schon beim 18:36 sehr deutlich im Rückstand. Danach hatten wir uns auf die Langen, besonders auf David Golembiowski und Moritz Krume, besser eingestellt. Die Viertel zwei bis vier liefen aus Deutzer Sicht sehr gut. Trotzdem können wir viel aus dem Spiel ziehen, insbesondere was unser weiteres Defensetraining angeht.“

Aus den ersten beiden Tests geht die Mannschaft von Kyriasoglou also mit gemischten Gefühlen. Gerade defensiv gab es in beiden Spielen noch zahlreiche Lücken und Unstimmigkeiten an denen im kommenden Monat noch konzentriert gearbeitet wird. Die Offensive funktioniert hingegen immer besser und scheint sich nach und nach in den Köpfen der Spieler einzubrennen. In den nächsten beiden Wochen gilt es noch zwei weitere Tests zu absolvieren, in denen die Mannschaft sich weiterentwickeln kann. Das erste Pflichtspiel findet dann am 04. September statt, dann erwartet den DTV der Landesligist Aachener TG 1862.

1,2,3…Kellerkinder!

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