Kellerkinder gewinnen Kellerduell

Die Vorzeichen vor der Partie waren auf dem Papier klar. Sowohl Deutz als auch Haspe hatten bisher zwei von acht Saisonspielen gewinnen können und balancierten dadurch entlang der Trennlinie zwischen dem ersten Abstiegs- und dem rettenden zwölften Rang. An der Seitenlinie übernahmen in Haspe erneut Anton Krings und Mario Kyriasoglou das Kommando für den privat verhinderten Nils Müller. Außerdem feierte Paul Hörschler nach überstandenem Bänderriss seine Premiere im Deutzer Dress.

Den Punktereigen eröffnete Timo Steffens für den DTV mit einem schnellen Mitteldistanzwurf. Haspe übernahm durch einen erfolgreichen Dreier zwar kurzzeitig die Führung, doch die Antwort folgte postwendend durch Anton Geretzki aus der Distanz. Von diesem Moment an drückten die Kellerkinder dem Spiel ihren Stempel auf. Engagierte Defense, vollstreckte Fastbreaks, konsequentes Rebounding und das gewohnt uneigennützige Zusammenspiel im Halbfeld bestimmten die nächsten Minuten. Nach knapp vier Spielminuten war für Haspe bereits die erste Auszeit erforderlich (3:13). In der Folge konnten die Gastgeber die Partie zwar ausgeglichener gestalten, allerdings verteidigten die Deutzer ihren Vorsprung. Mit einem Buzzerdreier für Haspe ging es in die erste Viertelpause (14:21).

Den besseren Start ins zweite Viertel erwischten die Kellerkinder, die sich besonders in der Zone von Haspe wohlfühlten. Immer wieder konnten sie mit Drives oder guter Arbeit an den Brettern Fouls ziehen und dadurch Freiwürfe verwandeln (16:28). Allerdings kam Haspe nun offensiv besser in Fahrt, zeigte die beste Phase des Spiels und verkürzte den Abstand kontinuierlich. Daran änderten auch eine Auszeit und ein viel umjubelter Dreier des Debütanten Paul Hörschler zunächst nichts. Beim Stand von 34:36 schien die Partie wieder offen zu sein. Doch die kampferprobten Kellerkinder behielten die Ruhe und starteten bis zur Pause einen 8:0-Lauf (34:44).

Die ersten Minuten nach dem Seitenwechsel waren eine Kopie des Spielbeginns. In der Verteidigung ließen die Kellerkinder entweder keine Wurfoptionen oder nur schwierige Abschlüsse zu. Offensiv leitete Patrick Reusch das Spielgeschehen besonnen und fand dabei die richtige Mischung aus eigenem Abschluss und Pass zum Mitspieler. Nach einem solchen Zuspiel auf den cuttenden Chris Kunel vollstreckte dieser per Reverse Layup zum 34:53 und sorgte damit für die höchste Führung im bisherigen Spielverlauf. Auch eine Auszeit konnte die Spielfreude der Kellerkinder nicht stoppen. Ben Uzoma ließ es gleich zwei Mal in Folge per Alley-Oop und Dunk krachen. Per Tip-In von Philipp Pfeifer, der insgesamt zehn Rebounds einsammelte, schloss der DTV das dritte Viertel ab (51:70).

Im letzten Spielabschnitt präsentierten sich die Kellerkinder an beiden Enden des Feldes weiterhin wacher und hielten dadurch den Abstand permanent bei etwa 20 Zählern. Auch als Haspe zwischenzeitlich verkürzen konnte (57:73), hatte Deutz in Person von Joe Koschade durch ein entschlossenes Dreipunktespiel die passende Antwort auf Lager. Mit zwei Freiwürfen sorgte Lukas Wandel für die höchste Führung des Spiels (63:85) und besiegelte allerspätestens gut drei Minuten vor dem Ende den dritten Saisonsieg für die Kellerkinder.

Nach dem souveränen 78:94-Erfolg fand auch Coach Anton Krings anerkennende Worte für die dargebotene Leistung: „Die Jungs haben sich mit einer spielerisch und kämpferisch starken Leistung den wichtigen Sieg voll verdient. Vor allem die konzentrierte Verteidigungsarbeit, gekrönt von einem 17:0-Run, war ausschlaggebend für den Erfolg.“

Punkteverteilung:
Paul Hörschler (6/2 Dreier), Patrick Reusch (18/2, 10 Assists), Anton Geretzki (14/2, 7 Rebounds), Joe Koschade (8/1), Lukas Wandel (2), Yannick Ossey, Florian Schulz (3), Philipp Pfeifer (6, 10 Rebounds), Lenny Boner (4), Chris Kunel (10), Ben Uzoma (9), Timo Steffens (14)

Endergebnis:
78:94. (1. Viertel 14:21; 2. Viertel 20:23; 3. Viertel 17:26; 4. Viertel 27:24)

Am kommenden Samstag geht es für die Kellerkinder weiter im Takt. Um 18:30 Uhr empfangen sie im heimischen Reitweg die Hertener Löwen. Die als Aufstiegskandidat gehandelten Hertener konnten sich durch einen knappen 91:89-Sieg nach Verlängerung gegen Grevenbroich in der Spitzengruppe der Regionalliga festkrallen. Nach dem Sieg gegen Haspe kann der DTV nun erst recht ohne Druck aufspielen und möchte mit Unterstützung der Fans den Favoriten stürzen.

1, 2, 3…Kellerkinder!

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