Wo sind die Kellerkinder-Abgänge?

Jedes Jahr aufs Neue dreht sich im Sommer das Transferkarussel. Nicht nur in den großen Ligen, auch in der zweiten Regionalliga in Deutz. Neue Spieler kommen, werden vorgestellt und andere Spieler gehen. Doch wohin? Und warum? Die Antworten darauf bleiben die Teams den Zuschauern und der Öffentlichkeit oft schuldig. Die Abgänge verschwinden einfach, manche jedoch werden vermisst: Mannschaftswechsel? Verletzung? Karriereende? – wo sind sie hin? Wir haben unsere vier „Abgänge“ gebeten einmal Stellung zu nehmen.


Nikola Anselm:
„Kurz und knackig würde ich meine aktuelle Situation wie folgt beschreiben:
Spielerstatus: aktiv.
Rolle: Edelreservist und Teamältester.
Gründe für die reduzierte Rolle: Nachwuchsarbeit für die Kellerkinder, inklusive Betreuung und Jobwechsel ins ferne Bonn mit stundenlanger Pendelei, Alterschwäche.
Ausblick: Abschied in Raten, im Herzen immer ein Kellerkind!“.

Tobias Osebold: „Aufgrund meiner neuen beruflichen Situation werde ich diese Saison leider nicht mit vollem Einsatz für die Kellerkinder dabei sein können. Das fällt mir nach insgesamt fünf Jahren, die ich für den DTV gespielt habe, ziemlich schwer. Die Gemeinschaft und der Zusammenhalt des Teams war in den letzten Jahren etwas sehr Besonderes und das ist es nach wie vor. Deshalb werde ich versuchen das Team diese Saison auf andere Art und Weise zu unterstützen, was beispielsweise organisatorische Dinge etc. angeht. Ich werde auch ab und zu zum Training kommen, mich mit Omar absprechen und beim Training helfen. So möchte ich ein Teil der Kellerkinder-Familie bleiben und das Team in dieser Saison bestmöglich dabei unterstützen, die Ziele zu erreichen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, ab der nächsten Saison dann auch wieder voll dabei zu sein“.

Oliver Tenfelde (l.) lebt momentan in Cleveland
Oliver Tenfelde (l.) lebt momentan in Cleveland

Oliver Tenfelde: „Wenn ich an die vergangene Saison mit den Kellerkindern zurückdenke, fällt mir ein, dass ich die Stimmung innerhalb der Mannschaft extrem genossen habe und mich von der ersten Sekunde voll willkommen gefühlt habe. Es war irgendwie die perfekte Mischung aus mannschaftlicher Geschlossenheit, „Liebe“ für das was uns 3-4 mal in der Woche in die Halle treibt, aber auch Fokussierung und professioneller Einstellung. Es war manchmal nicht ganz leicht seine Rolle in einer so kompletten und eingespielten Mannschaft zu finden, gleichzeitig hat es aber extrem viel Spaß gemacht ein Teil dieser Gruppe aus so sehr unterschiedlichen Spielertypen zu sein, die so gut zusammen funktioniert.
Je länger die Saison lief, desto näher rückte meine zweites Staatsexamen (Oli studiert Medizin), was am im Frühjahr einfach zu viel Zeit in Anspruch genommen hat um noch regelmäßig dabei zu sein. Zwei Wochen später bin ich dann direkt nach Cleveland geflogen, wo ich mein erstes PJ-Tertial mache. Basketball technisch war das ein einziger Traum. Ich kam hier zum Start der Toronto-Serie an und habe eigentlich kein Spiel verpasst. Was in der Stadt nach Spiel 7 los war, kann man eigentlich gar nicht beschreiben. Deswegen war mein Spieler-Status über die letzten Monate eher Cavaliers-Fan, als selbst zu spielen.
Wenn ich in zwei Wochen wieder zurückfliege, geht es direkt weiter nach Johannesburg, wo ich mein Chirurgie-Tertial mache. Im Winter bin ich dann wieder da und werde mir bestimmt mal ein Spiel von euch angucken kommen“.

Jan Reiter konzentriert sich nach einem Job-Wechsel vorerst auf die Arbeit.
Jan Reiter konzentriert sich nach einem Job-Wechsel vorerst auf die Arbeit.

Jan „Harry“ Reiter ist aus beruflichen Gründen in dieser Saison nicht dabei. Der lange Center hat im Sommer einen Jobwechsel vollzogen und kämpft zudem immer noch mit einer Verletzung aus der vergangenen Saison.

Wir wünschen allen vieren auf ihren Wegen alles Gute und viel Erfolg – und freuen uns jederzeit auf ein Wiedersehen!

1,2,3… Kellerkinder! (TS)

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