Damen 1 verlieren nach 2x Verlängerung im Spitzenspiel

Letzten Donnerstag sollte es zum Spiel zwischen dem 1. und 2. der Bezirksliga kommen, der Rhöndorfer TV gastierte im Reitweg.
Rhöndorf reiste mit einem Kader an, welcher gespickt mit WNBL- und Regionalligaspielerinnen war. Somit waren bereits vor Spielbeginn die Kräfteverhältnisse verteilt und man musste sich der Rolle des Underdogs fügen.

Trotzdem starteten die Deutzer mit einer hoch konzentrierten Verteidigung ins erste Viertel, welche den jungen Perspektivspielerinnen starke Probleme im Ballvortrag bereitete. Daraus resultierende Ballverluste wurden meist souverän in Person von Andrea abgeschlossen. Auf der anderen Seite wurde man von den Rhöndorfern über das gesamte Spiel gepresst, was zu diesem Zeitpunkt noch ohne weitere Probleme gekontert wurde. Die Damen vom Reitweg setzten sich bis kurz vor Ende mit 16:9 ab und schienen bereits 3 Sekunden vor Ablauf des Viertels schon mit den Gedanken in der Viertelpause zu sein, da traf der Gegner einen offenen Dreier zum 16:12

Zu Beginn des 2. Viertels hatte man sich vorgenommen, noch effizienter den Ball vorzutragen und nicht durch die aggressive Presse in unnötige Unsicherheiten zu geraten. Dies setzte der DTV auch nahezu mustergültig um. Angeführt durch das bärenstrake Trio Andrea, Marion und Marlene, erspielte das Team in diesem Viertel nicht nur einen Vorsprung von 30:18, sondern auch einen Lauf von 10-0, welcher einer kompromisslosen und aggressiven Verteidigung zu verdanken war. Somit ging man überraschend deutlich, aber auch verdient in die Halbzeit.

Hoch motiviert ging man in die 2. Halbzeit und wollte nun den möglichen Sieg gegen einen, zumindest „auf dem Papier“, stärkeren Gegner klarmachen. Allerdings sollte die Laufbereitschaft und die kraftraubende Spielweise des Gegners nun ihren Tribut zollen. So ließ man in den ersten 2 Minuten 4 einfache Ballverluste zu, welche unbedrängt durch die Gegenspielerinnen abgeschlossen wurden. Offensiv ließ man sich zu sehr von der konstant durckvollen Verteidigung aus dem Konzept bringen und hatte große Mühe zum Korb zu gelangen, oder einen freien Wurf anzubringen. Hinzu kamen die mehr als fragwürdigen Entscheidungen der Unparteiischen, welche im gesamten Spiel eine durchwachsene Leistung zeigten. So verlor man den Faden und 3 Spielerinnen in diesem Viertel durch ihre 5. Fouls und Verletzungen, das Viertel ging Folgerichtig 12:18 aus Sicht der DTVlerinnen aus.

Mit einer Führung von 42:36 ging man ins letzte Viertel. Die eklatanten Unterschiede in der Ausdauer wurden nun deutlich sichtbarer und das spärrliche Wechselkontignent setzte den kämpfenden Deutzerinnen zusätzlich zu. Es wurde mit letzten Kräften verteidigt, doch als auch die nächste Spielerin mit 5 Fouls vom Platz musste, brachen gerade was das Reboundverhalten anging alle Dämme und die ,bis dahin gänzlich unauffällige Centerspielerin des gegners griff sich unzählige Offensivrebounds und wurde konstant durch freundliche Pfiffe des Offiziellen an die Linie geschickt. Als man 3 Minuten vor Schluss mit 4 Punkten in Rückstand geriet, keimte noch einmal der letzte Trotz des DTV’s auf und man rettete sich mit 4 Freiwürfen beim Stand von 52:52 in die Verlängerung.

Stehend K.O. ging der „Rumpfkader“ diese letzte Aufgabe an, man wollte sich nicht geschlagen geben und diesen Sieg einfahren. Der Start sollte glücken, indem man den ersten Wurf im Angriff verwandelte und dem Gegner erst in der 3. Minute der Verlängerung den ersten Korb erzielen ließ. Wieder war es in diesem Moment die gegnerische Centerspielerin, welche unzählige Rebounds abgriff und diese mit einem Foul belohnt wurden. Bei einem Stand von 56:59 aus Sicht der Deutzer, sowie nur noch 4 Sekunden auf der Uhr und eigenem Einwurf an der Mittellinie, war die Spannung kaum noch auszuhalten. Nun sollte Marlenes große Stunde schlagen… Die eigentlich für den letzten 3er vorgesehene Andrea wurde mustergültig verteidigt, spielte 3 Sekunden vor Schluss den Ball auf die ebenfalls gedeckte Marlene, welche sich ein Herz nahm und aus der Drehung über die Verteidigerin den Dreier zum 59:59 einnetzte.

Getragen von der Euphorie ging es in die 2. Verlängerung und trotz Krämpfen und Ermüdungserscheinungen wollte man sich nun den Sieg holen… Doch leider war man läuferisch und gedanklich nicht mehr in der Lage, den fitten Rhöndorfern Paroli zu bieten, daher ist der letzte Spielabschnitt schnell erzählt. Rhöndorf gewinnt am Ende zu hoch mit 72:62.

Punkte: Marlene 26, Andrea 14, Anne 6, Marion 5, Alice 5, Alex 4, Judith H. 2, Judith L. 2, Tina 2, Beate

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